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Werner Pfister & Regula Basler Hof Bad Maisprach 4464 Maisprach BL Praxis 061 843 01 26 Privat 061 843 01 25 Fax 061 843 01 27 |
Deutsche Dogge: Gonza von der Klostermühle, geboren: 27.06.08
Allgemeines
Erscheinungsbild
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Unsere Evolèner Belinda Castella
07.12.2010
01.01.2011 Die Evolèner Dem Kreuzzug zu Gunsten der einfarbigen Eringerrasse wurde aber
durch Züchter entgegengearbeitet, welche um jeden Preis die schönen,
weissen Zeichnungen sowie das elegante Erscheinungsbild erhalten
wollten. Sie betrachteten, und wie man heute bestätigen darf, die
Evolèner als die eigentliche Ursprungsrasse. Mit allen Mitteln wurde
versucht, den Verlust dieser alten, lebendigen Kulturgutes entgegen
zu treten. Dieser Widerstand kam sogar in einer Petition zum
Ausdruck, welche Züchter aus Bagnes und Vollèges 1903 im Grossen Rat
des Kantons Wallis einreichten, anscheinend ohne Erfolg. Der Staat versuchte sie in die Knie zu zwingen, indem er ihnen
Geldstrafen auferlegte und finanzielle Unterstützungen strich. Die
Züchter widerstanden trotz bestehenden Gesetzen mehr als ein
Jahrhundert lang den Schikanen und Diskriminierungen. Einige
Evolènerzüchter verschlossen sogar ihre Stallstüren wenn sie den Hof
verliessen, damit nicht ihre unerlaubt gehaltenen Stiere kastriert
wurden. Der Evolènerbestand wurde trotz allem Widerstand mit der
Zeit stark reduziert. Die Züchter mussten daher Tiere mit den
Kollegen aus dem Valdôtin (Aostatal) austauschen, wo die Rasse auch
heute noch existiert. Benützt wurden dabei die Pässe Col de Collon
im Val d’Hérens und der Grosse St. Bernhard. Im 2. Weltkrieg, als
die Grenze mit Italien geschlossen war, wurde der Austausch noch
schwieriger und vor allem illegal. Es ist der Hartnäckigkeit einer
Handvoll Züchter in den Seitentälern des Unterwallis zu verdanken,
dass die Evolèner überhaupt noch existieren. Mit der Zeit fand sich auch im Oberwallis eine Gruppe von
Anhängern dieser Ursprungsrasse. Sie kauften Evolèner-Tiere aus den
Restbeständen im Unterwallis und gaben speziell Acht auf die Auswahl
von Tieren mit schöner Farbverteilung und charakteristischen
Eigenschaften, welche zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht
definiert waren. Im Herbst 1992 stellten sie die Evolèner in Saas-Grund
ein erstes Mal zur Schau. 1993 stellten die Züchter der
Evolènerrasse einen formellen Antrag an den Eringerverband, die
Evolèner in allen Zuchtgenossenschaften als gleichberechtigt zu
akzeptieren. Diesem Ansinnen wurde nicht stattgegeben mit der
Begründung, die Tiere hätten keine Identität (Markierung oder
Tätowierung) und der Verband habe mit den eigenen Tieren genug
Arbeit! Nach diesem abschlägigen Bescheid wurde 1994 mit Hilfe der
Pro Spezie Rara ein Herdebuch erstellt und im Januar 1995 die
Genossenschaft der Walliser-Evolènerzüchter (EG 1) gegründet. Es
wurde ein Massnahmenkatalog für die Förderung der Zucht des Evolèner-Rindes
erstellt und in einem Papier das Zuchtziel und die Zuchtstrategie
definiert. Durch diese Aktivitäten fanden sich rasch auch in der „Üsserschwiz"
Anhänger der Evolèner, welche vorerst, jedoch mit zunehmendem
Widerwillen, Unterschlupf in der EG 1 fanden. Dieser Umstand und
auch Meinungsverschiedenheiten innerhalb der EG1 führten 2001 zur
Gründung des Evolèner -Zuchtvereins. Diese Zweiteilung für die
gleiche Sache ist sicher zu bedauern, war aber zum damaligen
Zeitpunkt unumgänglich. 1997 wurde der „Züchterverband für gefährdete Nutztierrassen Pro
Spezie Rara" gegründet, woran auch die Evolèner beteiligt waren. Am
12. Juni 1998 erfolgte die offizielle Anerkennung als
Zuchtorganisation durch das Bundesamt für Landwirtschaft BLW. An der
GV im Herbst 2004 wurden die Statuten dieses Verbandes revidiert und
der Name in „Züchterverband für seltene Nutztierrassen (ZV SNR)"
geändert. Mit der Mitgliedschaft der Evolènerorganisationen an
diesem Verband erhielt das Evolèner-Rind die staatliche Anerkennung
und hat somit Anrecht auf Förderung durch die öffentliche Hand. Dies
spezifischen Eigenschaften der Evolèner werden wie folgt
beschreiben: Sie sind robust, genügsam und vital. Es kommen
schwarze, rote und kastanienbraune Färbungen vor. Auch bekannt ist
das Phänomen, dass Kälber dunkelrot geboren werden, jedoch beim
ersten Haarwechsel schwarz umfärben. Das Markenzeichen für das
schöne Aussehen sind die weissen Abzeichen. Idealerweise ist auf der
Stirn ein nicht zu grosser „Stern". Schulter- und Kreuzflecken sind
erwünscht. Unterbauch mit -brust sollen weiss sein. Ebenfalls weiss
sollen der untere Teil der Röhren resp. Schienen sein, sowie die
untere Schwanzhälfte. Pigmentierte Kronen und Klauen sind ebenfalls
erwünscht. Dass lange nicht alle Evolèner bezüglich Färbung diesem Idealbild
entsprechen hat Alexis Gex-Fabry (1996) in seiner Diplomarbeit „Das
Evolèner Rind: Studie über die Geschichte und Zucht" am SIL in
Zollikofen CH anhand von alten Photos und bildlichen Darstellungen
nachgewiesen. Diese Tatsache sorgt auch heute noch innerhalb der
Züchterschaft für Gesprächstoff. Es gibt immer wieder Tiere, welche
kaum Weiss aufweisen, andere haben viel Weiss und ähneln Flecken,
wieder andere zeigen pinzgauerähnliche Zeichnungen. Das Evolèner-Rind
ist eine kleinrahmige Zweinutzungsrasse und weist im Verhältnis zur
Körpergrösse und dem Futteraufwand eine ansprechende Milchleistung
auf (2500 – 3500 kg / Laktation ausgewachsene Kühe). Hervorzuheben
ist, dass die Milch bei einem guten Eiweissgehalt ein sehr enges
Verhältnis zum Fett aufweist (ø - Unterschied ~ 0,3 %). Der Körper soll harmonisch sein, mit guter Brust- und
Flankentiefe und guter Bemuskelung an allen Partien. Der Kopf ist
behornt, kurz und mit breiter Stirn. Dank dem feinen aber starken Knochenbau ist die
Schlachtausbeute sehr gut. Die anerkannt hochstehende Zartheit des
Fleisches bleibt auch bei älteren Tieren erhalten. Diese Tatsache
und der gute Mutterinstinkt zeigt, dass sich die Evolèner auch sehr
gut für die Mutterkuhhaltung eignen. Der Rassenstandard verlangt eine Widerristhöhe bei Kühen zwischen
115 und 125 cm und ein Gewicht von 400 – 600 kg. Stiere 5 cm grösser
und 100 kg schwerer. |